Amazonasbecken

P.scobina

Potamotrygon scobina

Potamotrygon scobina

Haltung:

Da Rochen (Potamotrygon) Grundfische sind, benötigt man für deren Haltung Aquarien mit einer sehr großen Grundfläche. Die Aquariengröße ist von der Körpergröße der Tiere abhängig. Die Beckenlänge sollte das Siebenfache des Scheibendurchmessers betragen und die Tiefe und die Höhe sollte die zweifache Länge betragen. Die Beckenlänge kann zwar auch etwas kürzer sein, jedoch können so die Tiere ihre Schwimmkünste nicht richtig entfalten...
Bei der Einrichtung des Beckens sollte als Bodengrund Quarzsand genommen werden, weil die Rochen sich durch schnelle Flossenbewegungen im Sand vergraben, sodass nur noch die Augen herausschauen. Hierbei sollte auch beachtet werden, dass der Sand abgerundet ist (wie Flusssand zum Beispiel). Durch das entlangschwimmen an der Frontscheibe ist in einen Rochenbecken an dieser Stelle die Bodenscheibe nicht mehr mit Sand bedeckt. Um von vorn herein etwas dagegen zu tun, gibt es Kiesmatten oder man bestreicht die Bodenplatte mit Silikon und verklebt dies mit dem Aquariumsand. Des Weiteren mögen die Tiere Unterstände zum Verstecken wie zum Beispiel Wurzeln und Steinen.
Der Potamotrygon scobina ist ein lebhafter Rochen, der gern im freien schwimmt. Als Jungtier mag er Würmer und Frostfutter wie Mückenlarven. Später frisst er auch Fische, Garnelen und Muscheln. Der Potamotrygon scobina ist dafür bekannt, dass er einer der kleinsten Süßwasserrochen ist. Weibchen kriegen rund 35cm Durchmesser und Männchen nur 30cm Durchmesser. Dennoch sollte das Aquarium eine Grundfläche von 200x70cm haben. Die Tiere sollten bei 26-32°C gehalten werden.
Auf den Giftstachel der Tiere gehe in diesem Beitrag näher ein: Rochenstich

Vergesellschaftung:

Als Vergesellschaftung eignen sich Fische über 7cm länge, da Potamotrygon scobina kleine Jäger sind und diese nicht fressen sollten. Des Weiteren haben Scobinas im Vergleich zu gleich großen Rochenarten einen viel kleineren Mund. Von meinen scobinas kann ich nur berichten, dass sie nicht einmal an Lebendfutter, wie 2-3cm große Guppys usw. gehen. Das hat aber wohl eher den Hintergrund, dass es sich bei den scobinas, die man kaufen kann, nur noch um Nachzuchten handelt, da seit 2006 ein Exportverbot aus Brasilien für diese Tiere aufgelegt ist.
In sehr großen Aquarien sind Oberflächenfische wie Arowanas gute Beifische, da sie sich im Aquarium nicht groß in den Weg kommen. Gute Erfahrungen hört man auch von der Vergesellschaftung mit Erdfressern. Hierbei kann es nur zu Problemen kommen, wenn ein Erdfresser den vergrabenen Rochen erschreckt und der Rochen aus Reflex den Erdfresser mit seinem Dorn sticht. Anders herum kann es zu Problemen kommen, wenn sich Barsche paaren und ihr Revier verteidigen, weil dabei gern in die hervorstehenden Augen der Rochen gebissen wird.

Geeignete Beifische:
Hechtsalmler Scheibensalmler L-330 Sonnenwels Geophagus tapajos

Video:

Kommentare:

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