Amazonasbecken

P.black diamond

Potamotrygon black diamond sao felix

Potamotrygon black diamond (sao felix)

Bild:Letztes Update: 14.04.17

Haltung:

Da Rochen (Potamotrygon) Grundfische sind, benötigt man für deren Haltung Aquarien mit einer sehr großen Grundfläche. Die Aquariengröße ist von der Körpergröße der Tiere abhängig. Die Beckenlänge sollte das Siebenfache des Scheibendurchmessers betragen und die Tiefe und die Höhe sollte die zweifache Länge betragen. Die Beckenlänge kann zwar auch etwas kürzer sein, jedoch können so die Tiere ihre Schwimmkünste nicht richtig entfalten...
Bei der Einrichtung des Beckens sollte als Bodengrund Quarzsand genommen werden, weil die Rochen sich durch schnelle Flossenbewegungen im Sand vergraben, sodass nur noch die Augen herausschauen. Hierbei sollte auch beachtet werden, dass der Sand abgerundet ist (wie Flusssand zum Beispiel). Durch das entlangschwimmen an der Frontscheibe ist in einen Rochenbecken an dieser Stelle die Bodenscheibe nicht mehr mit Sand bedeckt. Um von vorn herein etwas dagegen zu tun, gibt es Kiesmatten oder man bestreicht die Bodenplatte mit Silikon und verklebt dies mit dem Aquariumsand. Des Weiteren mögen die Tiere Unterstände zum Verstecken wie zum Beispiel Wurzeln und Steinen.
Der Potamotrygon black diamond oder auch sao felix genannt ist eine Standortvariante des Potamotrygon leopoldi. Er kommt am Rio Xingu in der nähe der Stadt Sao Felix vor. Er unterscheidet sich zum klassischen P. leopoldi durch viele kleine weiße Punkte, die am Scheibenrand entlang verlaufen. Es ist eine größere Rochenart, bei denen die Weibchen 60cm und die Männchen 40cm lang werden. Daher muss das Becken auch mindestens eine Größe von 350x100x80cm haben. Ein weiterer Grund für das sehr große Aquarium ist die Aktivität dieses Rochens. Zudem ist er auch noch kaum scheu und versteckt sich nicht so viel. Die Nahrung sollte sehr abwechslungsreich sein: Trockenfutter, Frostfutter wie Mückenlarven und Stinte, Muschel und Muschellarven, Fischfilets und Würmer. Der Potamotrygon leopoldi wird bei einer Wassertemperatur von 27-30°C gehalten. Ansonsten gibt es an die Wasserqualität nicht so hohe Ansprüche, wie bei anderen Rochenarten!
Auf den Giftstachel der Tiere gehe in diesem Beitrag näher ein: Rochenstich

Qualitätsmerkmale:

Die Augen:

Bild An den Augen kann man erkennen ob es sich tatsächlich um einen echten Black Diamond oder doch um einen leopoldi oder einen anderen Hybriden handelt. Das Erkennungsmerkmal ist die weiße Iris. Das Qualitätsmerkmal an den Augen hat man, wenn um das Auge herum noch viele kleine weiße Punkte sind.

Belly Spots / Belly Spotting:

Bild Die Bauchzeichnung von bei Black Diamonds variiert von gar keiner Bauchzeichnung bis hin zu den Belly Spots, wie man sie auf dem Beispielbild erkennen kann. Manchmal liest man noch in der Literatur, dass die Belly Spots einen echten Black Diamond ausmachen. Dieses ist jedoch widerlegt, da schon Wildfänge gefangen wurden, die rein gar keine Bauchzeichnung haben. Auf der anderen Seite habe ich auch schon Black Diamond-Henlei-Hybriden gesehen, die über eine unglaublich perfekte Bauchzeichnung verfügten.

Eclipse:

Bild Eclipse sind weiße Ringe die innen schwarz sind. Sie sind auf dem Rücken des Black Diamonds und ersetzen teilweise die normalen Spots. Meistens sind sie ziemlich mittig auf der Rochen-Scheibe platziert. Tiere mit einer guten Qualität haben auch noch weiter bis zum Scheibenrand Eclipse (wie auf dem Bild zu sehen).

Big Spots:

Bild Big Spots sind weiße Punkte, die deutlich größer sind als die anderer Black Diamonds. Bei reinen Black Diamonds sind diese großen Punkte nicht sehr oft anzufinden. Um Tiere mit großen weißen Punkten zu züchten, wird oft Henlei-Blut mit beigemischt.

Thousand Island / ti:

Bild Thousand Island sind sehr viele Mini-Spots, die sich neben den normalen Spots oder auch Eclipse auf dem Rochenrücken befinden. Meistens befinden sie sich mittig auf der Rochen-Scheibe. Ähnliche Rückenzeichnungen habe ich schon bei Tieren gesehen, wo Black Diamonds mit P14 verpaart wurden.

Vergesellschaftung:

Bei der Vergesellschaftung gibt es mit anderen Rochenarten keine Probleme, aber kleine Fische werden als Nahrung angesehen und werden von diesen spitzen Jägern früher oder später gefressen!

Geeignete Beifische:
Spatelwels Scheibensalmler Silberner Aro Schwarzer Aro Kammbuntbarsch

Video:

Kommentare:

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